Wieviel sind 200 Kinder?

Diese Frage haben wir uns gestellt und weiter: wie können wir so vielen Kindern gar auf einer persönlichen Ebene begegnen?

Wenn wir diszipliniert in einer Reihe hintereinander stehen und darauf warten, dass die Türe zum Speisesaal geöffnet wird, werden erste Hello und My name is… ausgetauscht. Auch gemeinsames Arbeiten bringt Kontakte. Noch besser gelingt es, wenn wir ihnen einzeln an unseren Posten begegnen. Geduldig warten die Kinder bis sie an die Reihe kommen und wir Zeit für sie haben. Es berührt uns zu sehen, wie sie es geniessen, einmal uneingeschränkt Zuwendung zu bekommen. Stolz und glücklich gehen sie mit neuer Frisur, geschminktem Gesicht oder lackierten Nägeln weiter.

Bei unseren anderen Posten haben wir ebenfalls grossen Zulauf. Beim Zeichnen, TicTacToe, Origamifalten oder Ballspielen braucht es wenig Sprachkenntnisse – und Fussball ist sowieso weltumspannend dasselbe.

Einige Stimmen unserer SchülerInnen:

  • Beim Volleyball mit den gehörlosen Kindern hat die Zeichensprache sehr geholfen.
  • Wir werden gut von den Lagerleitern integriert.
  • Ein Mädchen konnte am Graffiti-Posten aussergewöhnlich gut zeichnen.
  • Wir haben im Fussball gewonnen und mit Gesten und Englisch-Brocken kommuniziert
  • Zwei Jungs nahmen mich vertrauensvoll an die Hand um etwas zu zeigen.
  • Ein Junge kommt immer wieder zu mir.
  • Verschiedene Kinder konnten ihre Scheu überwinden, als ich auf sie zuging.
  • Ich bin berührt von der Dankbarkeit der Kinder.
  • Der Umgang mit den Kindern gelingt mir besser als erwartet.

es berichtet live aus Moldawien unser rasender Reporter: Lukas Bär / 04.06.2019