Biberbesuch im Naturmuseum Thurgau

Nein, nein, es waren keine echten Biber zu Besuch im Museum. Wir haben die Biber besucht im Naturmuseum Thurgau.

Zum Abschluss unseres Biberthemas haben wir uns auf den Weg nach Frauenfeld gemacht. Im dortigen Museum hat es einen fantastischen Bibernachbau! Und natürlich noch einiges mehr! Wer mal Zeit hat, ein Besuch lohnt sich!

Die Museumspädagogin hat uns empfangen und uns in der Biberabteilung vieles über dieses besondere Tier erzählt und erklärt. Jeder kennt es irgendwie, aber kaum einer hat es schon in der Natur gesehen. (naja, ausser in unserer Kindergartenklasse, da haben von 18 Kinder rund ein Drittel schon einen lebendigen Biber beobachtet 😉).

Mit grosser Begeisterung haben die Kinder ihr Wissen kundgetan. Und einiges, was wir zwar schon wussten, liess sich nun auch noch erleben. Zum Beispiel, welche Wirkung die Schwimmflossen haben, wie stark der Biberkiefer ist und wie er aussieht. Ein besonders schönes Ausstopfmodell zeigt, wie der Biber schwimmt. Und wir durften Anfassen: den beschuppten Bierschwanz, das Fell, die abgeknabberten Baumstämme.

Ein grosses Kunstwerk liegt auch im Museum: ein von einem oder gar mehreren Bibern gefällter Baum, der kunstvoll bearbeitet wurde. Die Geschichten, die die Kinder dazu erfunden haben, waren sehr vielseitig. Ganz abenteuerliche Ideen wurden erzählt. Zum Beispiel könnten die Biber einen Nagewettbewerb gemacht haben. Oder ein Biber hatte Hunger, und hat angefangen zu nagen, fand den Baum an der Stelle aber nicht mehr fein und hat daneben weitergenagt; und immer so weiter. Vielleicht hat auch ein Biber Stücke rausgenagt und diese einem andern Biber zum Geburtstag geschenkt.

 

Was die Kinder alles gelernt haben über den Biber seit den Sommerferien, erzählen sie euch gerade selbst…
Ich habe gelernt, dass…
… der Biber orange Zähne hat, weil sie Eisen drin haben, damit sie ganz hart sind. Damit kann er gut Bäume fällen.
…der Biber an den Hinterbeinen Schwimmhäute hat, damit er schneller schwimmen kann. So wie die Taucher, die haben ja auch Flossen an den Füssen.
…der Biber eine Putzkralle hat, mit der er den Pelz putzen kann.
… die Vorderpfoten keine Schwimmhäute haben, er muss mir den Vorderpfoten nicht gut schwimmen, sondern gut Äste transportieren können.
… der Pelz verschiedenen Haare hat: Wollhaare, die sind fein und kuschelig, dunkel und ganz dicht, die geben dem Biber warm. Und dann hat er noch Grannenhaare, die sind länger und heller und etwas gröber.
…der Biberschwanz Kelle heisst.
… die Kelle Schuppen hat wie ein Fisch.
… der Biber mit der Kelle beim Schwimmen steuern kann; dass er damit aufs Wasser klatschen kann, wenn Gefahr droht; dass er die Kelle als Stuhl benutzen kann.
… er Rinde frisst.
… er Dämme baut, damit sein Eingang immer unter Wasser liegt.
… die Biberburg einen Tunneleingang unter Wasser hat, damit kein Fuchs in die Wohnung kommt und die Jungen frisst.